der letzte Engel – Weihnachtszeit

Als ich den Engel traf…..
schaute er mich mit großen Augen an und schüttelte wieder einmal den Kopf. Offenbar war er mit meinem Tun nicht ganz einverstanden. Das wiederum störte mich nicht.
Ich erklärte ihm, dass ich nur so schnell gefahren sei, wie er hat fliegen können. Dann bedankte ich mich, dass er auf die Bremsen gestiegen ist, als ich offensichtlich mehr mit dem Mitsingen von „I’m dreaming of a white Chrismas“ beschäftigt war.

„Immer kann ich dir damit nicht helfen“, bemerkte er mit sanfter Stimme. „Ich muss ja auch noch auf den Peter aufpassen!“

„Aber als Engel schaffst du das locker“ entgegnete ich. Ich kann auch auf 20 Kinder gleichzeitig aufpassen! Soll ich dir einmal erzählen, wie ich das mache?!“ Gut, einfach ist das nicht, aber es ist ein großes Geheimnis dabei. „Dieses solltest du aber selbst herausfinden finde ich“, du musst

fest daran glauben, dass ein Engel dich beschützt!“ Meine Mutter betete mit uns abends vor dem Schlafengehen das Gebet mit den 14 Engeln. Lange habe ich es nicht mehr gehört, gar zu schweigen gebetet. Das Internet weiß alles, vielleicht werde ich es heute Abend einmal googeln. Gestern habe ich auf dem Weih-nachtsmarkt einen kleinen Engel mit Edelstein in einer Drahtfassung gekauft. Ich möchte ihn verschenken.

Aber er ist mir beim Auspacken zu Hause aus der Tasche auf den Boden gefallen. Eine Ecke ist nun abgebrochen und so habe ich ihn notdürftig zusammengeflickt. Dabei kam mir das Zwiegespräch mit meinem Schutzengel auf der Autofahrt wieder in den Sinn und so bleibt dieser kleiner Engel in der Drahtfassung nun bei mir. Ich werde ihn im Auto auf das Ablagefach montieren, zur Erinnerung, als er mir half während meine Sinne versagten und ich im Rausch der Weihnachtslieder mächtig auf die Tube drückte.

Engelhafte Weihnachten wünscht die Schreibwerkstatt mit diesen Gemeinschaftstexten

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